Die Deutsche Weinstrasse in der Pfalz

Die Deutsche Weinstrasse ist die älteste Wein-Touristik-Route Deutschlands. Sie liegt in einer wunderbaren Landschaft. Die Region ist von lieblichen Ortschaften geprägt. Die vielen Torbögen der Häuser links und rechts geben einen unverwechselbaren Hinweis auf ihren Standort: Motive wie Weinreben, Amphoren und Sesel, also Winzermesser, zieren ihre Abschlusssteine und verraten dem Gast, dass er sich in einem Weinort befindet. Und dann sind da noch die schönen Hausreben, die die Mauern hoch und über die Strasse hinweg zur anderen Seite ranken. Früher wurde daraus der Hauswein gemacht. Ihre Wurzeln reichen bis zehn Meter tief, ziehen die Feuchtigkeit aus dem Sandstein-Mauerwerk der Häuser und sorgen für trockene Keller.

In den Innenhöfen der Weingüter stehen Zitronenbäume und Oleander. Das Klima in der Pfalz ist so mild, dass sogar Oliven- und Feigenbäume wachsen. Früher standen in jedem Weinberg Rosenstöcke. Sie sind anfälliger für Mehltau als die Reben. Wenn die Rosen befallen waren, wussten die Winzer, dass es Zeit ist, sich um die Reben zu kümmern.

Winzer müssen heute ein Gespür dafür haben, was die Leute morgen trinken. Es dauert mindestens drei Jahre, bis ein neu gepflanzter Weinberg den ersten Ertrag bringt. 30 bis 35 Jahre bleibt er dann bestehen. Die Böden sind vielfältig – Buntsandstein, Muschelkalk und Lehm-Löss – und die Weine entsprechend beliebt. Überall in der Pfalz lockt die Aussicht auf ein Gläschen Winzersekt aber auch andere regionale Köstlichkeiten sind empfehlenswert!

Die Pfälzer Krachmandeln stammen von weiss blühenden Bäumen. Mandelbäume haben eine lange Tradition in den Weingärten. Sie spenden Schatten, aber ihre schmalen Blätter lassen noch genügend Licht für die Reben durch. Um Einkommen und Ernährung sicherzustellen, gab es früher Anordnungen, Mandelbäume anzupflanzen.

Die in Deutschland eher seltenen Kastanienbäume fühlen sich in der sonnenverwöhnten Pfalz richtig wohl. Alles, was heute im Weinbau Draht ist, war früher robustes Kastanienholz. An der Blüte kann man ablesen, wann die Weinlese beginnt. Rund 100 Tage nach Blühbeginn wird geherbstet. Übrigens schmeckt das Pfälzer Kastanienpesto ausgezeichnet.

Eine weitere Spezialität ist die Pfälzer Dubbes, eine Kräutermischung aus gerösteten Mandeln, Nüssen und Gewürzen. Sie schmeckt mit in Rapsöl getunktem Brot himmlisch.